Kita-Volksinitiative: Stellungnahme zur Anhörung vor dem Kultusausschuss

Vom Bündnis für Kinder und Familien in Niedersachsen e.V. erhielten wir soeben die folgende Stellungnahme zur „Volksinitiative für bessere Rahmenbedingungen in den niedersächsischen Kindertagesstätten“. Dieses Schreiben wurde den Abgeordneten des Niedersächsischen Landtags im Zusammenhang mit der bevorstehenden öffentlichen Anhörung vor dem Kultusausschuss übergeben.

Wir haben die Forderungen aus dieser Stellungnahme in den Beitrag übernommen. Wenn Sie das komplette Schreiben lesen möchten, klicken Sie bitte auf das Dateisymbol.

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Um gute Qualität und Bildung von Anfang gewährleisten zu können, fordert die Volksinitiative vom niedersächsischen Landtag eine Überarbeitung des Kindertagesstätten-Gesetzes mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen unter Anerkennungen der Realität in den Kindertagesstätten zu verbessern.

Wir fordern mehr Personal beziehungsweise kleinere Gruppen, damit die Kinder verlässliche Bindungen aufbauen können, individuell in ihrer Entwicklung gefördert werden und gestärkt ihren weiteren (Bildungs-) Weg verfolgen können. Hier steht das Land Niedersachsen in der Verantwortung. Die Qualität der frühkindlichen Bildung ist der Schlüssel für das gesamte weitere Leben der Kinder und damit für die Zukunft unseres Landes.

Wir fordern Bildung von Anfang an, und das bedeutet:

Für Krippen:

  • 1 Erzieher/in für 3 Kinder im Alter von 0 – 1 ½ Jahren
  • 1 Erzieher/in für 4 Kinder im Alter von 1 ½ – 3 Jahren

Für Kindergärten/Horte:

  • 1 Erzieher/in für 7 – 8 Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren
  • 1 Erzieher/in für 7 – 8 Kinder im Grundschulalter

Um den beschrieben gesellschaftlichen Veränderungen und pädagogischen Herausforderungen gerecht zu werden und den Stress sowie Belastungen für die Kinder und die Fachkräfte zu reduzieren, sollte die Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation mit einer Verkleinerung der Gruppengrößen einhergehen. Nur dort, wo dieses Ziel nicht zeitnah umsetzbar ist, könnten die bisherigen Gruppengrößen temporär bestehen bleiben und durch eine zusätzliche Fachkraft Unterstützung finden. In diesen Fällen sollte jedoch durch einen Stufenplan sichergestellt werden, dass eine Verkleinerung der Gruppengröße angestrebt wird.

Der Vorstand des Stadtelternrates der Kindertagesstätten und Kinderkrippen Delmenhorst hat uns außerdem folgende Informationen übermittelt, die wir hiermit gerne weiterleiten:

Rederecht bei der Anhörung haben nur die Initiatoren und die Ausschussmitglieder.

Versammlungen / Demonstrationen: Es gibt eine Schutzzone, die sich vom Platz der Göttinger Sieben bin zum Historischen Museum erstreckt, ABER: Es dürfen mittlerweile auch Versammlungen innerhalb der Schutzzone stattfinden, diese müssen aber natürlich bei der Polizei angemeldet und dann vom Landtagspräsidium bestätigt werden (die Polizei meldet sich automatisch beim Präsidium, sobald jemand eine Versammlung in der Schutzzone anmeldet). Außerhalb der Schutzzone müssen die Versammlungen nur bei der Polizei angemeldet werden (wie üblich).

Kita-Volksinitiative: Anhörung im Landtag am 7. Februar 2014

Der Vorstand des Stadtelternrates der Kindertagesstätten und Kinderkrippen Delmenhorst hat uns informiert, dass am 7. Februar 2014 die erste öffentliche Anhörung zur Verbesserung der Betreuungsqualität in den niedersächsischen Kindertagesstätten vor dem Kultusausschuss des niedersächsischen Landtags stattfindet. Es geht dabei um die Verbesserung der Rahmenbedingungen in den Kindertagesstätten und hier insbesondere um den Betreuungsschlüssel. Diese Anhörung ist das Ergebnis der erfolgreichen Kita-Volksinitiative aus dem Jahr 2013.

Die Ausschussberatung ist öffentlich und findet ab 10:30 Uhr im Sitzungszimmer 1105 des niedersächsischen Landtags (Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 1, 30159 Hannover) statt. Die vollständige Tagesordnung kann man in der Wochenübersicht 06/2014 für die Sitzungen des Niedersächsischen Landtages nachlesen.

Wir möchten hiermit alle interessierten Eltern und ErzieherInnen ermutigen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Durch Ihre Anwesenheit demonstrieren Sie, wie wichtig die Verbesserung der Betreuungsqualität in unseren Kindertagesstätten ist.

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