Das Kitajahr 2011/12

Gute Kitas – selbstbewußte Kinder.
Gemeinsam machen wir uns stark für die braunschweiger Kita-Landschaft und die Interessen unserer Kinder.

Aktuelles

Aktuell interessiert bzw. verängstigt viele Eltern die Situation der Kinder im letzten Kita-Jahr beim Übergang in die Schule/Schulkindbetreuung. Da die meisten Betreuungsverträge am 31.07.2012 enden, bleibt eine Versorgungslücke für viele Eltern bis zum Eintritt in die Schule (03.09. bis 08.09.) von ca. 5 Wochen, zählt man die Schließungszeit der Kitas hinzu, sind dies bis zu 8 Wochen, die Kinder im Notfall ohne Betreuung wären. Hierzu werden wir noch in diesem Jahr beginnend Gespräche mit den Verantwortlichen im Jugendamt und den Koordinatoren der freien Träger führen, um eine für alle akzeptable Lösung zu finden.

Themenschwerpunkte im Kitajahr 2011/2012:
Krippe (U3)

Unzureichender Betreuungsschlüssel. Der Stadtelternrat fordert die verbindliche 3. Kraft um einen garantierten Betreuungsschlüssel von max. 15 Kinder auf 3 Betreuerinnen zu gewährleisten. Die Ungerechtigkeiten der Gebühren in Braunschweig, insbesondere für Kinder die noch keine 3 Jahre alt sind und schon in den Kindergarten gewechselt haben, aber auch der viel zu hohe Beitrag gemessen an den umliegenden Kreisen und Städten. Auch fragen wir uns, ob die Ausbildung der Erzieherinnen für den Einsatz in den Krippen angepasst worden ist.
Kitabereich (3-6 Jahre)

Hier geht es darum, die von allen Parteien im Vorfeld der Wahl getätigten Versprechen nach mehr Qualität im Kindergarten insbesondere Gruppenverkleinerung einzufordern und zu verfolgen. Weiteres Schwerpunktthema ist das Essen in den Kitas. Wünschenswert wäre ein kostenfreies und gesundes Essen für alle Kinder.

Schulkindbetreuung

Hier ist der Dschungel der Entgelte am ungerechtesten. Einige Eltern zahlen nichts (OGS bis 15:00 Uhr) oder wenig (OGS von 15:00 bis 17:00 Uhr) und andere werden für fast gleiche Leistungen nach der Entgeldtabelle der Stadt Braunschweig zur Kasse gebeten (Schulkindbetreuung an Schulen oder klassischer Hort). Hinzu kommt die nicht ganz geklärte Elternvertretung in OGSen sowie die Qualitätsdebatte (Ausstattung). Gesundes und kostenfreies Essen ist hier auch eine Forderung des Stadtelternrates.

Landtagswahlen 2013 / Inklusion im Kindergarten

Der Austausch mit den politischen Parteien, um die Interessen der Kinder, die in der braunschweiger Kitalandschaft betreut werden, ist eine weitere Aufgabe des Stadtelternrates der Kindertagesstätten in Braunschweig. Da im Jahr 2013 Landtagswahlen anstehen, gilt das Interesse nun nicht mehr nur den Fraktionen im Rat der Stadt, sondern auch den Fraktionen im Landtag. Hierzu soll der Austausch mit anderen Stadt- und Kreiselternräten intensiviert werden, um die Forderungen an richtiger Stelle vertreten zu können. Auch die Überarbeitung des Kindertagesstättengesetzes soll hierbei angegangen werden und die Belange der Eltern fixiert werden.

Eines der wichtigsten gesellschaftspolitischen Themen, die die Bildungsdebatte momentan anheizt, ist die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von behinderten Menschen. Die Diskussion findet unter dem Begriff der inklusiven Gesellschaft statt. Hier mahnt der Stadtelternrat an, dass eine inklusive Bildung nur gelingen kann, wenn zukünftig Inklusion fester und gelebter Bestandteil in jeder Kita ist. Das dies ein nicht endender iterativer Prozess ist, ist dem Stadtelternrat der Kitas bewusst. Hierzu wollen wir uns gemeinsam mit dem Stadtelterrat der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in Braunschweig eng austauschen und gegen den Gesetzentwurf der Landtagsfraktionen von CDU und FDP angehen, der eine inklusive Gesellschaft aus unserer Sicht verhindert. Unsere Kinder und zukünftige Kinder sollen Menschen mit Behinderungen zur Gesellschaft voll zugehörig empfinden und über Begriffe wie Selektion / Integration nicht mehr nachdenken müssen, weil die inklusive Gesellschaft jeden Menschen als vollwertig betrachtet und jedem Menschen das gleiche Recht auf Teilhabe bietet.

Gerald Kühn (Vorsitzender)