GEMA-freie Kinderlieder für Kitas

Die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) kam 2009 zu dem Schluss, sie müsse Gebühren von Kitas für die Verwendung und Vervielfältigung von Liedtexten / Notenblättern zu verlangen[1]. Zusätzlich sollten die Mitarbeiter der Kitas bei Aufführungen in denen gesungen oder musiziert wird, Titel Komponist, Verleger und Beginn der Nutzung der GEMA mitteilen.
Aus diesem Grund hat der Verein Musikpiraten e.V.[4] eine Initiative gestartet, die Kindern einen kostenlosen Zugang zum allgemeinen Liedgut ermöglichen soll[2]. Dabei sind GEMA-freie Liederbücher entstanden, die die Rechte, der von der GEMA vertretenen Verwalter, nicht mehr verletzen. Zur musikalischen Untermalung schuf man eine Instrumental-CD, die die Texte des Liederbuches begleitet. Diese Lieder sind Allgemeingut oder unter einer freien Lizenz [3] veröffentlicht und können beliebig vervielfältigt und verändert werden, es muss lediglich der Name des Verfassers genannt und ein Verweis auf das Projekt beibehalten werden.
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Das Kitajahr 2011/12

Gute Kitas – selbstbewußte Kinder.
Gemeinsam machen wir uns stark für die braunschweiger Kita-Landschaft und die Interessen unserer Kinder.

Aktuelles

Aktuell interessiert bzw. verängstigt viele Eltern die Situation der Kinder im letzten Kita-Jahr beim Übergang in die Schule/Schulkindbetreuung. Da die meisten Betreuungsverträge am 31.07.2012 enden, bleibt eine Versorgungslücke für viele Eltern bis zum Eintritt in die Schule (03.09. bis 08.09.) von ca. 5 Wochen, zählt man die Schließungszeit der Kitas hinzu, sind dies bis zu 8 Wochen, die Kinder im Notfall ohne Betreuung wären. Hierzu werden wir noch in diesem Jahr beginnend Gespräche mit den Verantwortlichen im Jugendamt und den Koordinatoren der freien Träger führen, um eine für alle akzeptable Lösung zu finden.

Themenschwerpunkte im Kitajahr 2011/2012:
Krippe (U3)

Unzureichender Betreuungsschlüssel. Der Stadtelternrat fordert die verbindliche 3. Kraft um einen garantierten Betreuungsschlüssel von max. 15 Kinder auf 3 Betreuerinnen zu gewährleisten. Die Ungerechtigkeiten der Gebühren in Braunschweig, insbesondere für Kinder die noch keine 3 Jahre alt sind und schon in den Kindergarten gewechselt haben, aber auch der viel zu hohe Beitrag gemessen an den umliegenden Kreisen und Städten. Auch fragen wir uns, ob die Ausbildung der Erzieherinnen für den Einsatz in den Krippen angepasst worden ist.
Kitabereich (3-6 Jahre)

Hier geht es darum, die von allen Parteien im Vorfeld der Wahl getätigten Versprechen nach mehr Qualität im Kindergarten insbesondere Gruppenverkleinerung einzufordern und zu verfolgen. Weiteres Schwerpunktthema ist das Essen in den Kitas. Wünschenswert wäre ein kostenfreies und gesundes Essen für alle Kinder.

Schulkindbetreuung

Hier ist der Dschungel der Entgelte am ungerechtesten. Einige Eltern zahlen nichts (OGS bis 15:00 Uhr) oder wenig (OGS von 15:00 bis 17:00 Uhr) und andere werden für fast gleiche Leistungen nach der Entgeldtabelle der Stadt Braunschweig zur Kasse gebeten (Schulkindbetreuung an Schulen oder klassischer Hort). Hinzu kommt die nicht ganz geklärte Elternvertretung in OGSen sowie die Qualitätsdebatte (Ausstattung). Gesundes und kostenfreies Essen ist hier auch eine Forderung des Stadtelternrates.

Landtagswahlen 2013 / Inklusion im Kindergarten

Der Austausch mit den politischen Parteien, um die Interessen der Kinder, die in der braunschweiger Kitalandschaft betreut werden, ist eine weitere Aufgabe des Stadtelternrates der Kindertagesstätten in Braunschweig. Da im Jahr 2013 Landtagswahlen anstehen, gilt das Interesse nun nicht mehr nur den Fraktionen im Rat der Stadt, sondern auch den Fraktionen im Landtag. Hierzu soll der Austausch mit anderen Stadt- und Kreiselternräten intensiviert werden, um die Forderungen an richtiger Stelle vertreten zu können. Auch die Überarbeitung des Kindertagesstättengesetzes soll hierbei angegangen werden und die Belange der Eltern fixiert werden.

Eines der wichtigsten gesellschaftspolitischen Themen, die die Bildungsdebatte momentan anheizt, ist die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von behinderten Menschen. Die Diskussion findet unter dem Begriff der inklusiven Gesellschaft statt. Hier mahnt der Stadtelternrat an, dass eine inklusive Bildung nur gelingen kann, wenn zukünftig Inklusion fester und gelebter Bestandteil in jeder Kita ist. Das dies ein nicht endender iterativer Prozess ist, ist dem Stadtelternrat der Kitas bewusst. Hierzu wollen wir uns gemeinsam mit dem Stadtelterrat der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in Braunschweig eng austauschen und gegen den Gesetzentwurf der Landtagsfraktionen von CDU und FDP angehen, der eine inklusive Gesellschaft aus unserer Sicht verhindert. Unsere Kinder und zukünftige Kinder sollen Menschen mit Behinderungen zur Gesellschaft voll zugehörig empfinden und über Begriffe wie Selektion / Integration nicht mehr nachdenken müssen, weil die inklusive Gesellschaft jeden Menschen als vollwertig betrachtet und jedem Menschen das gleiche Recht auf Teilhabe bietet.

Gerald Kühn (Vorsitzender)

Die BZ geht der Sache auf de Grund

Nach dem die Stadväter Braunschweigs das Prädikat kinderfreundlichkeit wehement verteidigen und kaum auf unser Ergebnis der Umfragde eingehen, hat die Braunschweiger Zeitung einen eigenen Aufruf gestartet. Siehe unten. Wir unterstützen diesen Aufruf und bitten alle engagierte Eltern Beispiele für die kinderfreundlichkeit Braunschweigs an die unten angegeben Adresse zu senden.

Hier der Artikel aus der Braunschweiger Zeitung:  http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/14532537

Pressemitteilung zum Workshop

Eltern geben der Stadt Braunschweig die Note 3- für Kinderfreundlichkeit.

Getreu dem Motto

“Gute Kitas- Selbstbewusste Kinder, Gemeinsam machen wir uns Stark für die Braunschweiger Kitalandschaft und die Interessen unserer Kinder“

veranstaltete der Stadtelternrat der Kindertagesstätten in Braunschweig am vergangenen Freitag einen Workshops zum Thema „Kinderfreundliches Braunschweig-Realität oder Fiktion“. Erstmalig trafen sich zu diesem Thema Eltern, Fachpersonal und Interessierte zum gemeinsamen Diskurs.

Zunächst wurden erste Ergebnisse der Zufriedenheitsabfrage vorgestellt. Hierbei mahnte der  Vorstandsvorsitzende Gerald Kühn Handlungsbedarf an: „Braunschweig ist aus Sicht der Eltern zwar  nicht als kinderunfreundlich zu bezeichnen, aber Kinderfreundlichkeit sieht anders aus!“ Lediglich  18% der Teilnehmenden vergaben die Note sehr gut oder gut. Dem gegenüber stehen 42% der Eltern  welche die Kinderfreundlichkeit der Stadt mit ausreichend oder schlechter benoteten. In der  Anschließenden Gruppenarbeitsphase wurde das Ergebnis ausgiebig diskutiert und folgendes Fazit  erarbeitet. In Braunschweig ist Kinderfreundlichkeit im Ansatz vorhanden, jedoch sehen die Eltern bei  der nachhaltigen Planung und konsequenten Umsetzung große Defizite. So wurden unzureichende  infrastrukturelle Gegebenheiten wie verwirrende Straßenübergänge, mangelhafte Geh  sowie fehlende Sauberkeit und die traurigen Zustände einiger Spielplätze genauso angemahnt wie die  zu viel hohen Kitagebühren, die ungerechte Entgeltstaffel und die fehlenden Betreuungsplätze

Deutlich besser hingegen wurden die Betreuungseinrichtungen beurteilt. Knapp 75% der Befragten  gaben ihrer Einrichtung die Note gut bis sehr gut. Nur 10% der Teilnehmenden stellten ein  ausreichendes oder schlechteres Zeugnis aus. Hierbei wurden Räumlichkeiten, Ausstattung, Personal  und Leitung ähnlich gut beurteilt. „Dies ist ein gutes Ergebnis für die Braunschweiger Kitalandschaft“,  so Kühn.  Aus gegebenem Anlass beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe mit dem aktuellem politischem  Geschehen zur Kinder- und Familienpolitik. Trotz der verlockenden Aussicht auf einen gebührenfreien  Kindertagesstättenbesuch überwog abschließend die Forderung nach mehr Qualität und gerechteren  Gebührenverteilung in allen Einrichtungsformen. Die Eltern empfinden das politische Vorgehen als  konzeptloses Wahlkampfgebaren und fürchten, dass nach der Wahl auf lange Zeit wichtige  Verbesserungen in der Kitalandschaft ausbleiben.  Der Stadtelternrat der Kindertagesstätten leitet aus dem Workshop ab, dass die Stadt Braunschweig  durchaus das Potential hat das Prädikat kinderfreundlich zu tragen, wenn kinder  Entscheidungen und Vorgehensweisen zukünftig konzeptionell untermauert, unter  Einbeziehung aller fachlichen Gremien aufeinander abgestimmt und konsequent sowie  fachbereichsübergreifend umgesetzt werden
.
– und familienpolitische
– und Radwege .
Anlagen:

Abschaffung der Kita- Gebühren

Die Neuigkeiten aus dem Stadtrat reissen nicht ab, nach der Schaffung von massig Betreuungsplätzen überraschen uns unsere Stadtväter mit der Ankündigung die Gebühren für die Kitaplätze ganz abzuschaffen. Hier unsere offizielle Stellungnahme zu diesem Thema:
Stellungnahme des Stadtelternrates der Kindertagesstätten zur Abschaffung der Gebühren für den Kindergarten

Eltern wollen als Erstes eine gute Bildung für Ihre Kinder, damit sie sich im späteren Leben gut zurechtfinden. Ein wichtiger Baustein hierzu ist die frühkindliche Bildung, und hier der Krippenbereich, der Kindergarten und die Schulkindbetreuung.

Verwundert hat den Stadtelternrat die Ankündigung der Abschaffung der Kita-Gebühren unserer CDU und FDP Ratsfraktionen, da sie unter den Eltern, die der Stadtelternrat der Kitas vertritt, nicht uneingeschränkt auf Gegenliebe stoßen wird.
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